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Wenn nur 6 Prozent der Unternehmen KI-Agenten vertrauen, stellt sich eine der dringlichsten Führungsfragen unserer Zeit. Wie ist KI in Ihre Organisation integriert?
Wann haben Sie zuletzt etwas Wichtiges an jemanden delegiert? Und: haben Sie Vertrauen gehabt? In der Zusammenarbeit mit KI-Agenten sind Führungskräfte heute zögerlich, weil sie deren Entscheidungswege nicht vollständig nachvollziehen können und die Governance nicht geklärt ist. Denken Sie Ihre Organisation mit KI als Betriebssystem!
Harvard Business Review befragte 603 Unternehmen weltweit zu ihrem Umgang mit KI-Agenten. Das Ergebnis ist ein Paradox: 72% der Befragten sehen die Vorteile klar über den Risiken - und dennoch vertrauen nur 6% ihnen vollständig für zentrale Geschäftsprozesse. Woran liegt das? 86% planen, ihre Investitionen in künstliche Intelligenz bis 2028 zu steigern. Der Marsch in die Human-AI-Organization ist beschlossen. Aber: Die notwendige Führungsarbeit dazu hat kaum begonnen. Besonders wichtig dafür ist, die Architekturen zu schaffen.
Was bedeutet das konkret? Führungskräfte und Mitarbeiter müssen verstehen Unternehmens-Wissen als Daten zu strukturieren und dafür die Strukturen der Zukunft zu bauen - wir nennen das, das KI-Betriebssystem. Wenn KI-Agenten dann auf strukturiertes Unternehmens-Wissen zugreifen, können wir vertrauen. Kann die KI dann autonom entscheiden? Nur dann, wenn wir die Governance selbst so ausrichten. Wo entscheiden wir, wo ist ein Mensch «im Loop», wo entscheidet der Agent? Das sind wichtige Fragen der Governance.
Nur 12% der Unternehmen verfügen über eine adäquate Governance-Struktur für den KI-Agenten-Einsatz. MIT Sloan und BCG kommen in ihrer Studie «The Emerging Agentic Enterprise» auf ein ähnliches Bild: Mehr als ein Drittel der über 2.000 befragten Organisationen setzt heute bereits Agentic-AI-Systeme ein. Doch Begeisterung und Bereitschaft klaffen dabei weit auseinander.
McKinsey Studie «State of AI» zeigt, dass nur 21% der Unternehmen ihre Workflow fundamental umgestaltet haben, obwohl genau das der Faktor mit dem größten Einfluss auf wirtschaftlichen Nutzen ist. Wir dürfen die alten Fehler nicht wiederholen. Durch die «Linse KI» betrachtet, sehen auch unsere Prozesse und Workflows anders aus.
Wer KI-Agenten sinnvoll einsetzen will, kommt um drei konkrete Fragen nicht herum. Welche Aufgaben und Entscheidungsräume sind für Agenten geeignet und welche nicht? Welche Kontrollpunkte und Steuerungs-Mechanismen sind notwendig, damit Verantwortung nicht ins Leere fällt? Und wie müssen Rollen, Zielsetzungen, Prozesse und Workflows, Aufgaben und Verantwortlichkeiten sowie die Kommunikationswege im Team angepasst werden, wenn KI-Agenten Rollen übernehmen, die bislang Menschen innehatten?
Die Human-AI-Organisation ist kein Zukunftsszenario. Sie entsteht gerade in vielen Unternehmen, ohne dass jemand explizit entschieden hat, sie zu gestalten. Bedenklicherweise sogar an vielen Orten als «Schatten-KI», weil eine ungeklärte Governance Mitarbeiter und Führungskräfte in Unsicherheit lässt.
Führungskräfte müssen jetzt den Rahmen und die Strukturen schaffen, einen vertrauensvollen Umgang mit KI-Agenten zu ermöglichen. Führungskräfte müssen jetzt die Strukturen schaffen, in denen Mensch und KI zusammenarbeiten. KI zu verstehen, bedeutet Vertrauen auch in deren Entscheidungswege aufzubauen.
Wer diese Fragen vertiefen muss: Wir bieten das Thema Human-AI-Organisation und die neue Führungsrolle im Rahmen des Impulstags «Führen in der Human-AI-Organisation» an.
Aktuelle Termine und Anmeldung: www.mssg.ch/agentic_leadership